Titel

Anna und das Traumland

Leseprobe

Urheber
Gabriele Wötzel

Verlag
BoD Norderstedt
Bindung
Paperback
Seitenzahl
182
Sprache
Deutsch
Format
12 x 19 cm
ISBN
978-3-8334-2851-7
Preis
€ 10,- (je nach Anbieter zzgl. Porto)

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gabi-woetzel@online.de

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Die Dachse Grimmbart und Maximold, der Rabe Ribbikus und Mathilde, die Hasendame, sind entsetzt. Ihr Lebensraum, der Mittelwald, soll abgeholzt werden. Gemeinsam mit Anna, einem Waisenkind, das seinen Vater sucht, machen sich Grimmbart und Maximold, Ribbikus, der Anführer einer Rabenhorde, sowie das Pferd Nobob auf die Reise ins sagenumwobene Traumland. Dort, im Traumland, lebt die weise "Uralte Eule". Nur sie kennt die Antwort auf die Frage, wie man die Menschen mit ihren Kreissägen stoppen kann. Und so macht sich unsere kleine Gruppe auf den Weg, um eine Welt zu retten, die, wenn nichts geschieht, vom Untergang bedroht ist.

Leseprobe

Verlorene Träume 

Still lag der Mittelwald in der Morgendämmerung. Feiner Dunst webte geheimnisvolle Schleier in die Sträucher. Hoch oben glitt lautlos ein riesiger, graubrauner Uhu vorbei, müde und gesättigt von der nächtlichen Jagd. Ein Waldmäuserich lugte vorsichtig aus seinem Erdloch.

"Ist die Luft rein?", fiepte das fisselige Stimmchen seiner Frau dicht hinter ihm.

"Ja doch. Drängel nicht so. Jeden Morgen das Geschubse und Geschiebe", nörgelte der Mäuserich, und seine Schnurrbarthaare zitterten ärgerlich. Gerade wollte er aufzählen, was ihm sonst noch alles nicht passte. Da fegte ein Hase so knapp an seiner Nase vorbei, dass er erschrocken samt seiner Frau zurück in die unterirdische Schlafstube purzelte.

Nicht weit vom Bau der Waldmäuse entfernt ließ sich ein Eichelhäher mit weit ausgebreiteten Flügeln auf einem Ameisenhaufen nieder. Es wurde wieder einmal Zeit, dass ihm die Ameisen das lästige Ungeziefer aus den Federn holten. Doch dazu kam es nicht. In einem Wirbel aus Laub und Erde kam der Hase den kleinen Hang herabgekullert, hinter dem der Eichelhäher hockte. Verstört flog der Vogel auf. "Rasen Sie immer so kopflos durch den Wald, Madame?", zeterte er aufgebracht und schlug heftig mit seinen prächtigen Flügeln.

Mathilde Hase bekam von alledem nichts mit. Sie rappelte sich auf und hastete weiter durch den sommerlich grünen Wald. Als wäre der Rotfuchs hinter ihr her hechtete sie über schmale Büsche und umgestürzte Bäume. Endlich erreichte Mathilde ihr Ziel. Keuchend machte sie halt und putzte eilig ihren schmalen Kopf. So zerzaust und voller Spinnweben, wie sie war, konnte sie nicht mit dem Obersten des Rates der Tiere reden ...

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